Das durchschnittliche Gehalt als Arzt in Wiesbaden beträgt auf eine 40-Stunden-Vollzeitstelle umgerechnet 134.262 € brutto pro Jahr bzw. 11.189 € brutto pro Monat und 64,55 € brutto pro Stunde. Die gemeldete Vollzeit-Gehaltsspanne reicht von 52.000 € bis 350.000 €. Die Auswertung basiert auf 31 Gehaltsmeldungen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern aus Wiesbaden. Teilzeitgehälter werden proportional auf 40 Wochenstunden hochgerechnet, damit die Werte fair vergleichbar sind.
| Zeitpunkt | Jobtitel | Wochenstunden | Gemeldet brutto/Jahr | Auf 40h gerechnet/Jahr | Brutto/Monat 40h | Brutto/Stunde 40h | Notiz |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 09.05.2026 | Fachärztin Allgemeinmedizin | 38,0 h | 105.000 € | 110.526 € | 9.211 € | 53,14 € | Angestellt in einer modernen hausärztlichen Versorgung, vollzeitnahe Stelle. Gute Bezahlung aufgrund Fachkräftemangel und Erfahrung. |
| 15.02.2026 | Chefarzt | 40,0 h | 350.000 € | 350.000 € | 29.167 € | 168,27 € | Top-Position mit umfangreicher Leitung und Qualitätsverantwortung. Sehr hohe Arbeitsintensität, dafür Marktkonditionen entsprechend. |
| 02.11.2025 | Spezialist Notaufnahme (angestellt) | 40,0 h | 140.000 € | 140.000 € | 11.667 € | 67,31 € | Erfahrener Notfallmediziner in einem städtischen Zentrum, oft Schichtdienst. Die Bezahlung berücksichtigt Belastung und Verantwortung. |
| 16.06.2025 | Chefarzt Radiologie | 40,0 h | 330.000 € | 330.000 € | 27.500 € | 158,65 € | Leitende Position in einer großen Klinik mit hoher Spezialisierung. Aufgaben reichen von Management bis Forschung, Vergütung entsprechend hoch. |
| 27.03.2025 | Oberärztin | 40,0 h | 160.000 € | 160.000 € | 13.333 € | 76,92 € | Erfahrene Oberärztin in einer Spezialklinik, verantwortlich für Weiterbildung und Stationsbetrieb. Faire Vergütung für die Leitungsrolle. |
| 22.01.2025 | Niedergelassener Kinderarzt (Eigene Praxis) | 30,0 h | 95.000 € | 126.667 € | 10.556 € | 60,90 € | Kinderarzt mit eigener Praxis in Teilzeit, ich habe reduzierte Sprechstundenzeiten. Die Abrechnung ist stabil, aber nicht übermäßig hoch. |
| 04.11.2024 | Facharzt Urologie | 40,0 h | 130.000 € | 130.000 € | 10.833 € | 62,50 € | Erfahrener Facharzt in einer Klinik mit OP-Verantwortung. Gute Vergütung bei hoher OP-Belastung. |
| 01.06.2024 | Assistenzarzt | 40,0 h | 75.000 € | 75.000 € | 6.250 € | 36,06 € | Später Einstieg in die Weiterbildung mit vorheriger Berufserfahrung, angestellt in einem Maximalversorger. Gehalt durch Erfahrungsjahre erhöht. |
| 19.03.2024 | Oberarzt Chirurgie | 42,0 h | 170.000 € | 161.905 € | 13.492 € | 77,84 € | Leitungsaufgaben auf der chirurgischen Station, umfangreiche OP-Verantwortung. Die Wochenstunden sind etwas über Vollzeit eingeplant. |
| 21.07.2023 | Facharzt Anästhesie (Teilzeit) | 30,0 h | 88.000 € | 117.333 € | 9.778 € | 56,41 € | Teilzeit im OP-Bereich, ich übernehme planbare Anästhesien. Die Stundenreduktion spiegelt sich anteilig im Gehalt wider. |
| 11.04.2023 | Facharzt Gynäkologie | 38,0 h | 110.000 € | 115.789 € | 9.649 € | 55,67 € | Erfahrener Facharzt in einer Klinik, mit Rufbereitschaft. Die Bezahlung ist fair und berücksichtigt meine Spezialisierung. |
| 15.11.2022 | Chefarzt Kardiologie | 40,0 h | 300.000 € | 300.000 € | 25.000 € | 144,23 € | Hohe Management- und Patientenverantwortung in einer spezialisierten Abteilung. Die Bezahlung spiegelt die Leitungsaufgaben wider. |
| 27.08.2022 | Chefarzt Innere Medizin | 42,0 h | 260.000 € | 247.619 € | 20.635 € | 119,05 € | Leitende Position mit umfassender Verantwortung und Dienstplanung. Sehr intensive Arbeit, dafür marktüblich hohe Vergütung. |
| 03.02.2022 | Niedergelassener Hausarzt (Eigene Praxis) | 40,0 h | 145.000 € | 145.000 € | 12.083 € | 69,71 € | Eigene Praxis mit gemischtem Kassen-/Privatanteil, ich trage die wirtschaftliche Verantwortung. Einkommen stabil, aber abhängig vom Patientenaufkommen. |
| 30.10.2021 | Angestellter Gynäkologe (Teilzeit) | 30,0 h | 82.000 € | 109.333 € | 9.111 € | 52,56 € | Teilzeitmodell in einer gynäkologischen Praxis, ich mache OPs und Sprechstunde. Arbeitsteilung mit Kollegen funktioniert gut. |
| 14.07.2021 | Assistenzarzt | 38,0 h | 68.000 € | 71.579 € | 5.965 € | 34,41 € | Jüngerer Assistenzarzt, angestellt in einem modernen Klinikum. Gehalt hat durch Tarifsteigerungen spürbar zugelegt. |
| 03.03.2021 | Selbstständig (Privatpraxis) | 35,0 h | 160.000 € | 182.857 € | 15.238 € | 87,91 € | Private Praxis mit hohem Anteil privatversicherter Patient:innen. Hohe Flexibilität, aber auch viel Verwaltungsaufwand. |
| 28.10.2020 | Vertragsärztin (Teilzeit) | 24,0 h | 55.000 € | 91.667 € | 7.639 € | 44,07 € | Vertragsärztin mit reduzierter Stundenzahl, hauptsächlich Sprechstundenbetrieb. Das Modell passt gut zu meiner Lebenssituation. |
| 22.05.2020 | Oberarzt Anästhesie | 40,0 h | 125.000 € | 125.000 € | 10.417 € | 60,10 € | Mehrjährige Erfahrung in Anästhesie, angestellt in einer operativen Abteilung. Dienstpläne sind anspruchsvoll, Vergütung angemessen. |
| 11.01.2020 | Niedergelassener Hausarzt (Teilzeit) | 30,0 h | 85.000 € | 113.333 € | 9.444 € | 54,49 € | Eigene Praxis in Teilzeit betrieben, ich übernehme Sprechstunde und Administratives. Einkommen ist solide, aber betrieblich aufwändig. |
| 14.11.2019 | Facharzt Radiologie (angestellt) | 40,0 h | 110.000 € | 110.000 € | 9.167 € | 52,88 € | Angestellt im größeren Klinikum, Erfahrung in Schnittbilddiagnostik. Geregelte Arbeitszeiten und gute technische Ausstattung. |
| 08.08.2019 | Leitender Oberarzt (Chirurgie) | 40,0 h | 150.000 € | 150.000 € | 12.500 € | 72,12 € | Leitungsaufgaben auf der Station mit OP-Verantwortung. Hohe Verantwortung, dafür deutlich über dem Facharztniveau bezahlt. |
| 20.02.2019 | Assistenzarzt | 38,0 h | 61.000 € | 64.211 € | 5.351 € | 30,87 € | Im dritten Jahr der Weiterbildung, angestellt in einer Allgemeinchirurgie. Ich habe viele Nachtdienste übernommen. |
| 09.12.2018 | Facharzt Neurologie (angestellt) | 40,0 h | 95.000 € | 95.000 € | 7.917 € | 45,67 € | Facharzt mit einigen Jahren Erfahrung in einer Klinik, angestellt. Die Vergütung stieg in den letzten Jahren moderat. |
| 30.05.2018 | Psychiater (angestellt) | 38,0 h | 82.000 € | 86.316 € | 7.193 € | 41,50 € | Angestellt auf einer psychiatrischen Station, erfahrungsbasiert bezahlt. Die Arbeit umfasst viel Dokumentation und Gruppentherapie. |
| 22.12.2017 | Assistenzärztin | 40,0 h | 58.000 € | 58.000 € | 4.833 € | 27,88 € | Im zweiten Weiterbildungsjahr angestellt in einer Klinik. Dienstzeiten sind oft lang, Weiterbildungsmöglichkeiten aber gut. |
| 05.09.2017 | Assistenzarzt | 38,0 h | 57.000 € | 60.000 € | 5.000 € | 28,85 € | Junger Assistenzarzt in Weiterbildung, Vollzeit mit leicht reduzierter Wochenstundenzahl. Die Bezahlung war damals noch deutlich niedriger als heute. |
| 18.04.2017 | Oberarzt | 40,0 h | 105.000 € | 105.000 € | 8.750 € | 50,48 € | Leitende Position auf einer Station, angestellt in einem regionalen Krankenhaus. Ich habe Personalverantwortung und organisiere Dienste. |
| 19.12.2016 | Niedergelassener Arzt (Eigene Praxis) | 40,0 h | 110.000 € | 110.000 € | 9.167 € | 52,88 € | Privat- und Kassenpraxis, selbstständig seit kurzem. Die Einnahmen sind stabil, aber viel administrative Arbeit bleibt an mir hängen. |
| 05.10.2016 | Allgemeinmediziner (angestellt) | 20,0 h | 34.000 € | 68.000 € | 5.667 € | 32,69 € | Teilzeitstelle neben Familienpflichten, angestellt in einer hausärztlichen Gemeinschaftspraxis. Ich arbeite bewusst reduziert und übernehme keine Leitungsaufgaben. |
| 12.03.2016 | Assistenzarzt | 40,0 h | 52.000 € | 52.000 € | 4.333 € | 25,00 € | Erster klinischer Job nach dem PJ, angestellt in einem städtischen Krankenhaus. Die Arbeitsbelastung war hoch, aber die Weiterbildung lief strukturiert. |
Wiesbaden ist als hessische Landeshauptstadt und traditionsreiche Kurstadt mit Thermalquellen ein etablierter Gesundheitsstandort. Für Ärztinnen und Ärzte bietet die Stadt im Rhein-Main-Gebiet ein breites Spektrum an Einsatzfeldern – von der Maximalversorgung über spezialisierte Fachkliniken bis hin zur ambulanten Versorgung in Praxen und Medizinischen Versorgungszentren (MVZ). Durch die Nähe zu Mainz und Frankfurt entsteht ein großes Einzugsgebiet mit kurzer Pendeldistanz zu universitären Einrichtungen und weiteren Kliniken.
Der regionale Arbeitsmarkt für Ärztinnen und Ärzte ist in vielen Bereichen aufnahmefähig. In der stationären Versorgung werden in Wiesbaden und Umgebung regelmäßig Fachärztinnen und Fachärzte sowie Assistenzärztinnen und -ärzte gesucht – insbesondere in den patientenintensiven Disziplinen wie Innere Medizin (mit Subspezialisierungen), Anästhesiologie, Radiologie, Notfall- und Intensivmedizin, Geriatrie sowie Psychiatrie/Psychosomatik. Auch in der hausärztlichen Versorgung besteht im weiteren Umland häufig Bedarf, wodurch sich für Allgemeinmedizinerinnen und -mediziner Niederlassungs- oder Anstellungsoptionen bieten können.
Die Rhein-Main-Region wächst seit Jahren wirtschaftlich, was tendenziell zu einer stabilen Patientennachfrage führt. Wiesbaden selbst gilt als vergleichsweise wohlhabend; der Anteil privat Versicherter kann lokal höher liegen als im Bundesdurchschnitt, was sich in manchen Fachgebieten positiv auf die Fallstruktur und Praxisnachfrage auswirken kann. Gleichzeitig erhöhen demografische Effekte (Alterung der Bevölkerung) den Versorgungsbedarf, insbesondere in der Inneren Medizin, Onkologie, Kardiologie, Orthopädie/Rheumatologie und in der geriatrischen Versorgung.
In Wiesbaden sind mehrere große Krankenhausträger und spezialisierte Einrichtungen vertreten, die regelmäßig ärztliches Personal beschäftigen:
Hinzu kommen MVZ und größere Facharztpraxen (z. B. radiologische, kardiologische, onkologische Verbünde), betriebsärztliche Dienste sowie das Gesundheitsamt Wiesbaden als Arbeitgeber im Öffentlichen Gesundheitsdienst. Im nahen Einzugsgebiet liegen außerdem die Universitätsmedizin Mainz und das Universitätsklinikum Frankfurt, die für Weiterbildung, Forschung und klinische Spezialisierungen attraktive Perspektiven bieten.
Wiesbaden ist historisch als Kur- und Gesundheitsstandort geprägt. Schwerpunkte in Orthopädie, Rheumatologie und Rehabilitation haben sich durch das Kurwesen etabliert und bestehen in Teilen bis heute fort. Durch die Lage im Rhein-Main-Gebiet profitieren Ärztinnen und Ärzte von einer dichten Versorgungslandschaft, kurzen Wegen zwischen Kliniken und Praxen sowie vielfältigen Kooperationsmöglichkeiten, etwa in zertifizierten Zentren und interdisziplinären Netzwerken.
Ein weiterer Pluspunkt ist die medizinische Fortbildung: In Wiesbaden findet regelmäßig der Internistenkongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) statt, was Fortbildungs- und Networking-Möglichkeiten unmittelbar vor Ort begünstigt.
Die Karrierepfade für Ärztinnen und Ärzte in Wiesbaden sind breit: Kliniken der Akut- und Maximalversorgung ermöglichen strukturierte Facharztweiterbildungen und in vielen Fällen Rotationen zwischen Disziplinen. Spezialisierungen in kardiologischen, onkologischen, gastroenterologischen oder operativen Fächern sind gut abbildbar. Reha- und Präventionseinrichtungen bieten Alternativen mit planbaren Dienstzeiten und multiprofessioneller Teamarbeit.
In der ambulanten Versorgung bestehen Perspektiven als angestellte oder niedergelassene/r Ärztin/Arzt – häufig in MVZ-Strukturen oder Gemeinschaftspraxen. Für Public-Health-orientierte Ärztinnen und Ärzte kommen das Gesundheitsamt oder landesnahe Institutionen in Betracht. Nicht zuletzt gibt es im Rhein-Main-Raum Industrie- und MedTech-Arbeitgeber (Medical Affairs, Klinische Forschung), die für klinisch erfahrene Ärztinnen und Ärzte zusätzliche Wege eröffnen können.
Fazit: Der Standort Wiesbaden verbindet eine vielseitige Kliniklandschaft mit starker ambulanter Versorgung und kurzen Wegen zu universitären Zentren. Dadurch entstehen – je nach Fachgebiet – solide Chancen für Einstieg, Spezialisierung und langfristige Entwicklung.
Das durchschnittliche Gehalt als Arzt in Wiesbaden liegt auf 40-Stunden-Basis bei 134.262 € brutto pro Jahr bzw. 11.189 € brutto pro Monat.
Teilzeit- und Vollzeitangaben werden auf eine 40-Stunden-Woche normalisiert, damit Gehaltsmeldungen fair miteinander vergleichbar sind.
Weitere Vergleiche findest du auf der Berufsübersicht für Arzt und auf der Ortsübersicht für Wiesbaden. Dort werden gemeldete Orte bzw. Berufe mit Abweichung zum Durchschnitt gezeigt.
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